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Studio Toto Nono - kreatives Handwerk aus Lustnau


Ein Show-Room und Creative-Work-Space, der schöner nicht sein könnte - das Studio Toto Nono der Tübinger Schmuckdesignerin Tosca Noelle Ninkov (25) ist ein inspirierender Wohlfühlort. Im Studio angekommen fällt sofort das bunte Interieur auf, das schon so einiges über Toscas Designphilosophie verrät. Aber jetzt erstmal alles auf Anfang. Let’s go!


Schon in ihrer Zeit als Studentin der Sozialen Arbeit hat Tosca die ersten Berührungspunkte mit selbst gemachten Schmuckstücken sammeln können. Sie jobbte in einem Tübinger Schmuckladen und erlernte dort die Basics des Ketten-Fädelns. Daraufhin folgte ihre Tätigkeit in einer Kita, bis sie sich schließlich auf einem Flohmarkt des Café Lama vor einem Stand voller Süßwasserperlen wiederfand.

„Und dann ist es einfach passiert.“ Tosca Ninkov

Um für sich und ihre Freundinnen ein paar Ketten zu fädeln, deckte sie sich an diesem Stand mit Perlen ein und legte los. Innerhalb kürzester Zeit war sie wieder von der kreativen Handarbeit angefixt. Da sie bis zu diesem Zeitpunkt noch keine große Produktpalette vorweisen konnte, stellte ihre Mutter, die seit über 10 Jahren ihre Filzarbeiten auf Märkten verkauft, die ersten Schmuckstücke ihrer Tochter aus. Mit der Zeit traute sie sich auch alleine auf die viel besuchte Schön und Gut-Messe auf der Schwäbischen Alb. Um eine größere Auswahl anbieten zu können, stellte sie in Rekordzeit aus überwiegend alten Perlen noch das ein oder andere Schmuckstück her. Das Feedback, das Ninkov entgegenkam, war durchweg positiv - der Grundstein ihrer kreativen Laufbahn war gelegt.


Match made in heaven

Die Schmuckherstellung nahm mit der Zeit immer mehr Raum im Herzen aber auch in der Wohnung der jungen Schmuckherstellerin ein. Auch für die Siebdruck-Pläne ihres Freundes Lukas wurde es in der gemeinsamen Wohnung langsam zu eng. Also musste ein kreativer Work-Space her, der nicht lange auf sich warten ließ. Bei einem Abendspaziergang Ende Juni diesen Jahres legte das Universum den beiden die perfekte Immobilie quasi vor die Füße - eine leerstehende Ladenfläche in Lustnau in der Dieselstraße 13, nur wenige Straßen von ihrer eignen Wohnung entfernt. Für Tosca und ihren Freund war klar - it’s a match made in heaven.




Was hat es eigentlich mit dem Studio-Namen auf sich?

Toto Nono setzt sich aus den jeweils ersten Buchstaben ihres Erst- und Zweitnamens zusammen. Die Bezeichnung Studio hat Tosca gewählt, weil sie sich in ihrem kreativen Schaffen nicht einschränken möchte. Damit lässt sie offen, in welche Richtung es in Zukunft mit ihrer Produktpalette geht.



Kreativer Wohlfühlort

In Toscas Show-Room befindet sich neben der Auslage ihrer Kreationen auch eine Art Schmuck-Werkstatt, wo sich Interessierte unter der Anleitung von Ninkov ausprobieren und einzigartige Schmuckstücke herstellen können. Zudem möchte Tosca anderen Creative Heads die Möglichkeit bieten ihre eigenen Workshops an diesem Ort anzubieten. Damit Kreativität in Geselligkeit ausgelebt werden kann, braucht es eben genau diese Wohlfühlräume, um auch mal „etwas für sich zu machen“, so Tosca. Einen Vorgeschmack auf die in Zukunft stattfindenden Workshops bekommt ihr am 7.9.23 von 17-20h im Café HAAG. In entspannter Wohnzimmeratmosphäre mit leckeren Drinks und Snacks könnt ihr an diesem Tag euer eigenes Schmuckstück anfertigen.


Auf Schmucktour durchs Land

Dieses Jahr ist Ninkov auf vielen verschiedenen Design-Märkten unterwegs. Egal ob in Berlin, Wien oder München: „Es ist immer toll auf den Märkten auch andere kreative Leute kennenzulernen“, so Tosca. Die verschiedenen Messen und Märkte dienen auch als Inspirationsquelle und helfen dabei ein eigenes Netzwerk aufzubauen. Der Austausch zwischen den Aussteller:innen kann auch nützlich sein, um in der eigenen Selbstständigkeit voranzukommen. „Die allermeisten haben gar kein Konkurrenzdenken“, stellt Ninkov fest, deshalb macht es umso mehr Freude zu sehen, wie die Community stetig wächst.



Zwischen Trends und eigener Designphilosophie

„Zeitlos aber besonders“ - so beschreibt Tosca ihren Stil. Sie liebt das Arbeiten mit bunten Farben und ist ein großer Fan von Süßwasserperlen. Generell sind ihr hochwertige Materialien wichtig, deshalb versucht sie sich immer mehr von Glas und Plastik zu distanzieren. Die junge Unternehmerin betont, dass das leider nicht immer funktioniert, da es ihr ein Anliegen ist, dass der Schmuck und die Workshops erschwinglich bleiben. Um die Balance zu halten greift sie daher immer wieder auf Second-Hand-Perlen zurück, die sie beispielsweise auf eBay findet.


Neben den bürokratischen Angelegenheiten, customized Bestellungen und vielen weiteren Drumrum-Aufgaben, wie das Bewerben für Märkte und das Pflegen des Shops, darf die eigene Kreativität der Schmuckherstellerin nicht zu kurz kommen. Da kann Instagram mit den ständigen, fast schon erdrückenden, Trendwellen schnell zu einer Herausforderung werden. „Ich hatte Momente, in denen ich nicht mehr auf meine eigene Kreativität vertrauen konnte, weil ich durch die vielen Trends so verunsichert war“, erzählt Tosca. Da sie bemüht ist die eigene Designphilosophie nicht zu Gunsten der Trends über Bord zu werfen, entsteht ein Zwiespalt, den es ständig zu hinterfragen gilt - das kann einiges an Energie kosten und kratzt nicht selten an dem eigenen Selbstvertrauen. Ninkov hat aus diesem Grund für sich beschlossen, keine aktive Trendrecherche auf Instagram zu betreiben.


„Es fühlt sich oft so an, als würden die Sachen, bei denen ich nicht so verkrampft war, viel eher das Interesse wecken - nicht weil sie ‚schöner‘ sind, sondern weil eine andere Energie mitgegeben wird.“ Toska Ninkov

Toscas DIY-Tipps

  • einfach mal rumprobieren: „Wenn ich nicht so impulsiv wäre, hätte ich mich an viele Sachen gar nicht rangetraut“, Tosca Ninkov.

  • Tutorials anschauen und sich erstmal auf ein Schmuckstück wie beispielsweise Armbänder beschränken.

  • There is beauty in simplicity: „Ich glaube man muss auch verstehen, dass Kreativität nicht bedeutet, dass etwas super crazy aussehen muss - es darf auch mal schlicht sein“, Tosca Ninkov.


STORE ERÖFFNUNG: 23.9.2023 || 14-19h || Musik, Drinks & Workshop


Instagram : studio.totonono



Fotos: Stadkind Tübingen

Autorin: Vicky

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